Rückblicke auf Umtrunk und Hot Spot

Wie wir schon angekündigt hatten, mussten wir Freitag ein umfangreiches Programm über die Bühne bringen. Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte, hier einige Impressionen. Wer mehr sehr sehen will, besuche unseren Flickr-Auftritt (rechts zu sehen). Viel Spaß damit.

DSC_0650Das Thema unseres Hot Spots

DSC_0669 Die Gäste und Moderatoren von links nach rechts:

Denise Hoßfeld, HAM Hamburg;

Michael Müller, Student;

Armi Roth-Bernstein-Wiesner, Bibliothekarin im Ruhestand;

Marcel Testroet, FH Köln

DSC_0730 Viel los beim Umtrunk

DSC_0707Seht her: Unser LIS-Corner-Gebäck

DSC_0726Auch die FaMIs vom „FaMI-Treff“ gegenüber waren mit von der Partie. Schön, wenn Bibliothekare und FaMIs sich so gut verstehen. 🙂

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Nachwuchsbibliothekare im Anflug auf Frankfurt

Wir haben Mitte September und allerorten in der Bibliothekswelt spürt man die Vorbereitungen auf DIE Messe des Jahres für die Buch- aber auch Bibliothekswelt. Innerhalb der LIS-Corner weiß jeder, wovon die Rede ist, wenn von der Messe gesprochen wird und einen anderen Begriff müssen wir eigentlich auch gar nicht verwenden, weiß doch jeder unserer langjährigen Begleiter, dass die LIS-Corner ohne die Frankfurter Buchmesse nicht sein könnte und dort ihre Heimat hat, weshalb wir ein großes Dankeschön für die alljährlich freundliche Unterstützung an dieser Stelle einfach nicht fehlen lassen dürfen!

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Für die treuen Leser dieses Blogs möchten wir damit auch den Schlummer der messefreien Zeit beenden und eine Einstimmung auf die für uns wahrscheinlich erlebnisreichste Woche des Jahres geben. Gespannt sind wir selbst auf das Programm der Buchmessenwoche, haben selbst aber auch schon fleißig geplant. So wird es unseren alljährlichen Umtrunk geben, zu dem wir Kolleginnen und Kollegen, Kommilitoninnen und Kommilitonen und natürlich unsere Sponsoren herzlich einladen. Außerdem wollen wir zusammen mit der HTWK einen Blick auf das bibliothekarische Studium der Zukunft werfen. Wer sich speziell für einen weiterbildenden Master im Bibliotheksbereich interessiert, hat an zwei Tagen die Gelegenheit, sich mit Expertinnen und Experten der FH Köln zu unterhalten und Informationen aus erster Hand zu bekommen. Dass unser Hot Spot nicht fehlen darf, ist selbstverständlich. Auch hier noch einen großen Dank an die Frankfurter Buchmesse. Thema dieses Jahres wird der finnische Weg zum Bibliotheksberuf sein. Lassen Sie sich überraschen!

FaMI – und dann? Perspektiven nach der Ausbildung

Podiumsdiskussion der LIS-Corner auf der Frankfurter Buchmesse 2013

von Maximilian Lowisch und Franziska Weber

”Es geht um Ihre Zukunft!”[i] heißt es 2009 zum zehnjährigen Bestehen des Ausbildungsberufs. Ermunternd oder warnend – der Ausruf von Zick lässt sich mannigfaltig deuten und beides kann bei Betrachtung der Literatur zum FaMI als durchaus begründet gelten, denn was Bibliotheken bzw. deren Träger unter ”[…] Personal, das den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen an Mobilität und Lernfähigkeit entspricht”[ii] verstehen, kann sich sehr unterschiedlich bei Bezahlung und Tätigkeitsspektrum niederschlagen. Von der ”Thekenkraft” bis zum ”Bibliotheksmanager”[iii] sind der Tätigkeitsbeschreibung (fast) keine Grenzen gesetzt. Dass entweder die Bezahlung nicht mit der Tätigkeitsbeschreibung oder die Tätigkeitsbeschreibung nicht mit dem Ausbildungsprofil übereinstimmt, ist nach knapp 15 Jahren FaMI im Bibliothekswesen nicht einmal mehr ein offenes Geheimnis. Für die FaMIs, die sich bei der Berufswahl nicht abschrecken ließen und nun erst Zicks Ausruf lesen, kann es nur darum gehen, sich dazu ermuntern zu lassen, aus dem gewohnten FaMI-Tätigkeits- und Entgeltspektrum auszubrechen und den Aufstieg zu versuchen.

Alljährlich nimmt die LIS-Corner ein Thema aus dem Bereich der bibliothekarischen Ausbildung auf, um es im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten[iv], Studierenden und dem Publikum zu diskutieren. In diesem Jahr sollte im Mittelpunkt des Interesses stehen, welche Möglichkeiten FaMIs nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung nutzen können, um sich weiterzuqualifizieren und damit ihr Aufgabenspektrum und/oder ihre Einkommensmöglichkeiten zu erweitern. Nicht nur, weil der Messestand der FaMIs der Frankfurter Stauffenbergschule jedes Jahr direkt neben der LIS-Corner-Fläche positioniert ist, lag es nahe, diese Diskussion in Kooperation mit den Auszubildenden zusammen zu gestalten.

Im Gespräch mit Karin Holste-Flinspach (Lehrerin an der Stauffenbergschule, Frankfurt am Main), Petra Schneider (FaMI und Absvolventin des Hessischen Fachwirtlehrgangs, UB Frankfurt am Main), Prof. Tom Becker (FH Köln) und Christoph Schwarz (Bibliotheksasisstent, Diplom-Bibliothekar sowie MA in Bibliotheks- und Informationswissenschaft, UB Gießen) gingen Naomi Reitelshöfer (Stauffenbergschule, Frankfurt am Main) und Maximilian Lowisch (FH Köln) den unterschiedlichen Fragen, die sich FaMIs nach der Ausbildung stellen, auf den Grund.

Zunächst beschäftigte die Diskutanten die Frage, warum das Angebot eines Fachwirtlehrgangs notwendig wurde, obwohl Studienmöglichkeiten im Bereich der Bibliotheks- und Informationswissenschaft bereits existierten. Holste-Flinspach verdeutlichte daraufhin, dass der Lehrgang durchaus notwendig sei, um jedem, unabhängig von seinem Schulabschluss, eine Weiterbildungsmöglichkeit anbieten zu können.

Schneider bestätigte die Aussage und fügte hinzu, dass der Fachwirt ideal für FaMIs sei und sich Lehrgang und Beruf auf diesem Weg perfekt vereinbaren ließen. Eine Zulassung könne grundsätzlich jeder erhalten, der eine Berufserfahrung und eine Ausbildung im Bereich des Bibliothekswesens nachweisen kann. Abhängig von der Abschlussnote, müsse jedoch unter Umständen mit einer Wartezeit gerechnet werden. Die Dauer des Lehrganges beläuft sich auf 2,5 Jahre und der Unterricht findet in der Regel freitags und samstags, angepasst an die Berufstätigkeit der Lehrgangsteilnehmer, statt. Auf die Frage, ob es für den langjährig Berufstätigen nicht ein Erschwernis sei, sich ins schulische Lernen wieder einzufinden, antwortete Schneider, dass es für sie unproblematisch gewesen sei, sich nach ihrer praktischen Tätigkeit wieder ans Lernen zu gewöhnen.

Schwarz konnte sich dieser Aussage anschließen, gelänge die Gewöhnung an das Studium doch relativ schnell. Ihm sei zudem noch Zeit für einen Nebenjob geblieben. Dass die Aussagen der beiden Diskutanten nicht auf jeden zutreffen, darf als verständlich gelten: Individuelle Lebensumstände können Studium bzw. Weiterbildung zu einer möglicherweise unkalkulierbaren Herausforderung machen.

Im Anschluss kam die Frage nach der Zukunft des Fachwirts und dessen Verortung im bibliothekarischen Berufsspektrum auf. Holste-Flinspach betonte deutlich, dass eine Gleichstellung mit den Bachelor-Abschlüssen erreicht werden müsse. Ebenfalls müsse sich die Weiterbildung später finanziell positiv für die Absolventen auswirken. Hier bestünde somit noch Handlungsbedarf. Abschluss und Beförderung müssten keinen Kausalzusammenhang bilden. Dies sei von Arbeitgeber zu Arbeitgeber sehr unterschiedlich.

Ähnlich sieht es auch bei der Unterstützung aus. Hier sprach sich Becker für ein offenes Vorgehen gegenüber den Vorgesetzten aus. Durch Belastungen wie Abschlussarbeiten, Klausurphasen und Hausarbeiten sei manchmal eine Reduzierung der Wochenarbeitsstunden notwendig. Außerdem sei es teilweise erforderlich, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. In diesen Fällen sei es unumgänglich den Rückhalt seiner Bibliothek zu haben.

Aber wie sollte man reagieren, wenn keine Hilfe seitens des Arbeitgebers in Aussicht gestellt wird?  Hierzu gab es eine klare Meinung von  Becker: „Arbeitgeber wechseln“, war seine deutliche und knappe Antwort. Natürlich muss dies immer im Einzelfall entschieden werden. Zudem gibt es durchaus gute Argumente, um die Bibliotheksleitung davon zu überzeugen, einem Mitarbeiter die Weiterbildung oder das Studium zu ermöglichen. Beispielsweise seien die verschiedenen Projektarbeiten während Studium und Weiterbildung ein Gewinn für jede Bibliothek, so Becker.

Ein Problem sieht Holste-Flinspach auch in der fehlenden Kenntnis über mögliche Förderungsgelder, die BibliotheksmitarbeiterInnen beantragen können.

Auf die Frage, welcher Weg der bessere sei, riet Becker allen Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste zum Studium, räumte aber gleichzeitig ein, dass es letztendlich eine individuelle Entscheidung sei, die jeder für sich selbst treffen müsse.

Keine zwingende Voraussetzung für ein Studium, ist die (Fach-)Hochschulreife. Einige Hochschulen in Deutschland bieten den entsprechenden Studiengang, ohne Abitur als Zugangsvoraussetzung, an. Allerdings werden in diesen Fällen andere Qualifikationen, wie z.B. eine mehrjährige Berufserfahrung, benötigt.

Dass es FaMIs im Studium leichter hätten, höre man immer wieder, wie von der Moderation eingeworfen wurde. Was sei aber dran an dieser Aussage? Schwarz versicherte, dass fachliche Vorkenntnisse im Studium das Verstehen der einzelnen Module erleichtern würden, was Schneider für die Fachwirtausbildung ebenfalls bestätigt.

Unbestritten sind jedoch der höhere Arbeitsaufwand und die Qualität innerhalb des Studiums, genauso wie die Quantität an gebotenen Wahlmöglichkeiten.

Nach dem Abschluss des Studiums veränderten sich die Tätigkeitsgebiete im Vergleich zu denen des Bibliotheksassistenten erheblich. Schwarz wurden mehr Verantwortungsbereiche und die Personalbetreuung übertragen, was sich bei seiner Eingruppierung bemerkbar machte. Hierfür müssten natürlich entsprechende Stellen vorhanden sein.

Zustimmung zu diesen Aussagen kamen von Holste-Flinspach und Becker. Es sollte ein „Geben und Nehmen“ von beiden Seiten sein. Unter Umständen sei langfristig gesehen jedoch ein Arbeitgeberwechsel notwendig, falls eine bessere Stelle in Aussicht und vor Ort keine Entwicklungsperspektiven gegeben seien.  Eine gewisse Fluktuation sei in Bibliotheken normal und notwendig. Welche Eingruppierung Fachwirte und Master-Absolventen allerdings nach ihrem Abschluss erhalten, ist noch nicht eindeutig geregelt. Diese Einschätzung von Becker, kann Schwarz bestätigen. Auch ihm sind ehemalige Kommilitonen bekannt, die nach ihrem Master-Abschluss noch immer auf eine Höhergruppierung warten. Becker sieht hier zwei Problematiken: Einerseits stellt es viele Bibliotheken vor Herausforderungen, Mitarbeitern, die nach ihrem Abschluss in der Heimatbibliothek verbleiben wollen, kurz- und mittelfristig eine entsprechend bewertete Stelle anzubieten, andererseits kann auch der Wechsel in eine andere Bibliothek mit entsprechender Stelle zunächst eher von Nachteil sind, fällt der Arbeitnehmer doch möglicherweise in eine niedrigere Stufe zurück, was bei langjähriger Betriebszugehörigkeit zur alten Arbeitsstelle zu Einbußen führen kann.

Abschließend stellte sich den Moderatoren noch die Frage, ob eine Konkurrenz zwischen Bachelor-Absolventen und Fachwirten entstehen könne. Da es bisher jedoch nur wenige Fachwirtabsolventen gibt, sehen Holste-Flinspach und Becker diesbezüglich keine Gefahr. Zudem sei eine gewisse Konkurrenz vollkommen normal und auch notwendig.

Ein weiterer positiver Effekt, den Becker nennt, ist die Tatsache, dass das Feld der BibliothekarInnen immer bunter werde. Kreuzqualifikationen seien vor allem in diesem Berufsfeld wichtig und umso erfreulicher findet er, dass seine Studierenden unterschiedliche Erfahrungen, von der Informatik über die Pädagogik bis hin zu medizinischen Berufen mitbringen würden. Eine Bibliothek brauche kein „1D-Personal“, sondern ein Team das unterschiedliche Stärken mitbringt und sich so optimal ergänzen kann.

Gegen Ende formulierte er an die Zuhörer eine persönliche Bitte: Für die Auswahl eines Master-Studiengangs sollten auch bibliotheksfremde Studiengänge in Betracht gezogen werden, um Zusatz- und Kreuzqualifikationen zu erwerben. Das frühzeitige Sammeln von Praxiserfahrungen sei eine herausragende Qualifikation bei der Stellensuche.


[i] Zick, Waltraut: Es geht um Ihre Zukunft! Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für FaMIs. In: 10 Jahre FaMI – Ein Beruf emanzipiert sich!? Eine Festschrift. Bad Honnef : Bock + Herchen, 2009, S. 128

[ii] Erläuterungen zur Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste/ zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. 2., erweiterte Auflage. – Nürnberg : BW, Bildung-und-Wissen-Verlag, 2001, S. 10

[iii] Schröder, Alexander; Pfob, Sandra; Johannsmeyer, Betty: Mit RAK auf verlorenem Posten…!? Vom FAMI [sic], der auszog, das Erlernte anzuwenden. Ein Erfahrungsbericht. In: GMS Medizin, Bibliothek, Information 7(2007),1, S. 3f

[iv] Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Text das generische Maskulinum verwendet.

Zuerst erschienen in: BuB 66(2014),2, S. 93 – 95 Weiterlesen „FaMI – und dann? Perspektiven nach der Ausbildung“

Die LIS-Corner geht auf Kurs

Der ein oder andere Bibliothekar bzw. Leser wird es vielleicht schon gemerkt haben: Die Buchmesse steht vor der Tür. Nun ja, es sind noch gute drei Monate, für uns in der LIS-Corner geht es damit aber in die heiße Phase. Für alle neugierigen Nachwuchsbibliothekare, -bibliothekswissenschaftler oder „Library Lovers“ wie eine Kampagne des schwedischen Bibliotheksverbands einmal so schön titelte, hier bereits ein kleiner Ausblick auf das, was wir geplant haben. Genauere Informationen folgen natürlich noch:

Wir diskutieren übers Studieren:

Welcher FaMI hat nicht schon mit dem Gedanken gespielt, nach abgeschlossener Ausbildung noch etwas auf seinen Abschluss draufzusatteln? Sei es durch ein Studium oder Weiterbildungen bspw. im Verwaltungsbereich. Seit der Einführung des Fachwirtlehrgangs in mehreren deutschen Bundesländern stellt sich die Frage, welcher Weg denn der richtige für den ambitionierten FaMI ist: Studium oder Weiterbildung? Letztlich erhoffen sich die zukünftigen Absolventen nicht nur mehr Anerkennung und anspruchsvollere bzw. vielfältigere Aufgaben sondern auch Einkommenssteigerungen. Ob das alles problemlos in die Tat umzusetzen ist, möchten wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion heraus finden. Sobald die Teilnehmer, Ort und Uhrzeit feststehen, gibt es hier mehr dazu!

Wir stellen aus:

Neben der gewohnten Präsentation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer PPT-Präsentation wird es auch, passend zum diesjährigen Gastland der Buchmesse, ein Plakat zum brasilianischen Bibliothekswesen geben.

Wir laden ein:

An zwei Abenden bittet die LIS-Corner nicht bloß zu Kaffee und Kuchen sondern zu einem gemütlichen Beisammensein mit viel leckerem Essen, Trinken und hoffentlich guter Laune!

Wir laden noch einmal ein:

Am Freitag kommt ein Student des nicht-konsekutiven Weiterbildungsmasters „Library and Information Science“ (MALIS) von der FH Köln an den Stand, um insbesondere den „alten Hasen“ im Bibliotheksbereich über Erfahrungen und Inhalte eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs zu berichten und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Wir laden immer ein:

Zu uns an den Stand zu kommen, sich bei Kaffee und Knabbereien auszutauschen, neue Leute kennen zu lernen oder einfach etwas vom Buchmessenstress zu entspannen.

Das und noch einiges mehr erwartet Sie im Oktober in Halle 4.2.

Haben Sie noch Anregungen? Was fehlt bei uns am Stand? Über Anregungen und Kritik freuen wir uns immer, am besten direkt hier auf dem Blog!

(Max)