Zweiter Messetag – Von Sitzlümmeln, ebook-Readern und Buchentdeckungen

Am zweiten Buchmessetag war ein deutliches Anschwellen des Besucherstroms in den Hallen zu bemerken. Vor Allem kamen mehr jüngere Leute und Schulklassen vorbei. Wie auch gestern waren unsere Standbesucher nicht nur an den Giveaways interessiert (obwohl es auch von dieser Sorte genug gab^^), sondern es ergaben sich viele, häufig sogar längere Gespräche. Dabei kamen zum Beispiel bei uns in der Berliner Ecke die meisten direkten Fragen nach dem postgradualen Fernstudium und der schon erwähnten Buchpublikation Bibliotheken bauen und ausstatten. Es wird interessant sein, ob sich das im Laufe des Wochenendes zum Direktstudium hin verschieben wird, da dann mit deutlich mehr Schülern zu rechnen ist.

Der Morgen begann aber erstmal mit einer anderen großen Überraschung, denn die Sitzlümmel, mit denen wir schon gar nicht mehr gerechnet hatten, waren endlich geliefert worden! Da wir diese jedoch noch zu Fuß abholen mussten, machte sich ein kleiner Trupp von uns nichtsahnend zur Halle 10 auf, wo wir den Ansprechpartner der Firma erwarteten… Daraus wurde im Endeffekt eine kleine Odysse von einer Halle zur anderen und wieder zurück, da der genauen Standpunkt uneindeutig war und wir, als wir uns einfach durchfragten, auf mehrere mögliche Büros verwiesen wurden. Ein ordentliches Kältebad…

lost und kalt, kalt, kalt!
verloren in der Kälte

…und der anstrengende Rückweg zu unserem Stand hat sich aber gelohnt, denn die hellgrünen Sitzlümmel harmonieren wirklich wunderbar zum grün des Teppichs. Außerdem sind die an Tetrisklötzchen erinnernden Sitzgelegenheiten ein echter Hingucker – vor Allem, wenn sich fünf Leute damit außer Atem durch das Messegelände schleppen. 😉

grüne Sitzlümmel verschönern unseren Stand
grüne Sitzlümmel verschönern unseren Stand

Die neue Errungenschaft konnten wir auch gleich wunderbar einsetzen, als wir Berliner im Anschluss unser kleines Leseexperiment an einigen Besuchern ausprobierten. Dabei griffen wir ein Projektseminar bei uns am IBI auf, in dem einige Studien zum Leseverhalten in Zeiten neuartiger Ausgabegeräte wie ebook-Readern und einem generell verstärkten Konsum vor dem PC-Bildschirm durchgeführt wurden. Wir nahmen die im Seminar von einer der Arbeitsgruppen gestellte Frage auf, auf welchem Medium man am zügigsten lesen kann – Print, PC-Bildschirm oder ebook-Reader? In einer etwas abgespeckten Versuchsanordnung ließen wir unsere Versuchteilnehmer ein chinesisches Märchen zu jeweils gleichen Teilen auf jedem der drei Medien lesen und stoppten jedes Mal die Zeit. Zuvor mussten sie noch einschätzen, auf welchem Weg sie den Text am schnellsten bewältigen würden.

zwei unserer Testkandidaten
zwei unserer Testkandidaten

Auch unter den eingeschränkten Versuchsbedingungen bestätigte sich die Tendenz, welche sich schon im Seminar herauskristallisiert hatte: Die meisten der Teilnehmer benötigten auf allen drei Medien in etwa dieselbe Zeit für das Lesen des Textes. Ebenso schätzen die meisten von ihnen das bedruckte Papier als das effektivste Medium ein, was aber nur in einem Fall deutlich zutraf. Weiteres zum Experiment, der Versuchsanordnung und möglichen beeinflussenden Faktoren kann ich hier aus Zeitgründen nicht aufführen. Nur so viel: Neben dem bedruckten Papier ließen wir die Teilnehmer von einem Sony ebook-Reader und einem Samsung NC10 ablesen.

txtr
txtr

Auf einen sehr aussichtsreichen Kandidaten unter den angekündigten ebook-Readern konnten wir am Nachmittag noch einen Blick werfen, da in Halle 3.0 die txtr GmbH ihren txtr zeigte. Aber auch dieser hatte im vorliegenden Stadium noch ein paar Macken. Dazu wird Dierk später etwas schreiben.

Nach einem Tag voll mit Standdiensten und vielen Gesprächen mit allen möglichen Leuten habe ich es sehr genossen, mir danach mal in zwei Stunden die riesige Halle 3.0 vorzunehmen. Der Schwerpunkt dort liegt auf Fiction/Non-Fiction, es sind viele bekannte Verlage wie dtv, btb oder Diogenes vertreten. Beim entspannten Stöbern fielen mir neben altbekannten Romanen und den ganzen Neuerscheinungen auch hin und wieder Bücher mit Bibliotheksbezug in die Hände, so zum Beispiel:

Dewey und ich (Vicki Myron, Bret Witter)
Dewey und ich (Vicki Myron, Bret Witter)

Die unendliche Liste (Umberto Eco)
Die unendliche Liste (Umberto Eco)

Zumindest das neue Buch von Eco habe ich innerlich schon mal auf meine persönliche unendliche Wunschleseliste gesetzt. 😉

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